Mythos 1776

Traum und Erwachen der amerikanischen Nation

Noch heute spielt für das innen- und außenpolitische Handeln der USA die Rückbesinnung auf die Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der Mythos vom amerikanischen „Freiheitsstreben“ eine zentrale Rolle. Doch welche Folgen zeitigt dieser Mythos in einer Gegenwart politischer Extreme und gesellschaftlicher Spaltung? Während Donald Trump diesen Mythos des amerikanischen Freiheitsstreben für eine radikale Neuordnung der Macht in Washington instrumentalisiert, stellt der Historiker Hiram Kümper die unbequeme Frage: Ging es den Gründervätern wirklich um universelle Menschenrechte – oder schlicht um den Zugang zu Macht? Kümper blickt hinter das polierte Heldenepos weißer, einflussreicher Männer und deren Politikverständnis und lässt auch jene zu Wort kommen, die die Kosten dieses Selbstbewusstseins trugen: Millionen versklavte Schwarze, Indigene und Menschen, die Amerika groß machten, während ihre eigenen Spielräume klein blieben.

Prof. Dr. Hiram Kümper ist seit 2013 Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit und hat seit 2019 die Carl-Theodor-Stiftungsprofessur an der Universität Mannheim inne. Bei Propyläen erschien sein vielbesprochenes Buch "Der Traum vom Ehrbaren Kaufmann".
Kooperation von Konrad-Adenauer-Stiftung, d.a.i., keb und vhsrt
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Termine & Ort

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Datum

09.10.2026

Uhrzeit

19:15 - 21:00 Uhr

Ort

Karlstraße 3, Tübingen, d.a.i.

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